Speedy

Nach zwei Jahren in unserer Obhut mussten wir unsere Speedy-Omi zur Regenbogenbrücke begleiten. Speedy wurde im Mai 13 Jahre alt und sie verbrachte noch zwei schöne Jahre bei uns. Speedy´s Vorleben war nicht sonderlich schön. Sie kam im jungen Alter mit abgeschnittenen Ohren von Frankreich nach Deutschland und wurde hier als Zuchthündin eingesetzt. Wir übernahmen damals einen Sohn von Speedy im Alter von 16 Wochen und lernten so Speedy kennen. Zufällig entdeckten wir nach knapp 9 Jahren Speedy im Internet als Tierheimhund. Speedy wurde bei ihrer Vorbesitzerin von der Ordnungsbehörde beschlagnahmt, da sie sie Auflagen für ihre Hunde nicht erfüllen konnte und so landete Speedy mit 11 Jahren im Tierheim. Speedy sah genau aus, wie die Mutter unseres Rüden Sam, worauf wir Erkundigungen einholten und es sich herausstellte, das es sich tatsächlich um die Hündin handelte. Sofort war uns klar, das wir Speedy zu uns holen mussten und sie bei uns in die Familie aufnahmen.

Speedy war ein liebenswerter "Dickkopf" die genau wusste, was sie wollte und wir es unserer "Omi" auch nicht verwehrten. Speedy war inkontinent, was wir gut in den Griff bekommen haben. Jedoch machten ihre Hüfte (beiderseits starke HD) und ihr Rücken (Spondylose) ihr allmählich stark zu schaffen. Wir behandelten Speedy mit 2x wöchentlicher Physiotherapie und entsprechenden Medikamenten, was ihr zum einen gut gefallen hat und ihr auch sehr gut tat.

In den letzten Wochen wurden ihre Schmerzen immer stärker und sie vertrat sich noch das rechte Vorderbein, woraufhin der Tierarzt eine schon alte Verletzung diagnostizierte, wo sich auch noch starke Arthrose gebildet hatte. Speedy wurde mit Spritzen und Schmerzmitteln behandelt, auf die sie mit starkem Erbrechen reagierte. Sie konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten und sah uns mit Hilfesuchenden großen Augen an. Alle Versuche, Speedy´s Schmerzen zu lindern schlugen fehl und mittlerweile mussten wir sie rein und raus tragen, damit sie ihr Geschäft erledigen konnte.

Das einzige, was wir nun für Speedy tun konnten, war sie gehen zu lassen. Schon wieder diese Entscheidung zu treffen zerriss und förmlich das Herz. Gerade erst zwölf Wochen vorher verloren wir Speedy´s  Enkeltochter "Shira" aufgrund ihres Krebsleidens.

Liebe Omi, wir vermissen Dich sehr, doch wir wissen das es Dir nun gut geht und Du keine Schmerzen mehr erleiden musst. Pass´bitte gut auf Deine Enkelin Shira auf. Du wirst immer einen Platz in unserem Herzen haben und wir werden Dich nie vergessen. Sicherlich werden wir uns irgendwann wieder sehen und bis dahin bleibst Du uns stets in guter Erinnerung.

 Deine Simone